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| Regionalwährungen: Neue Wege zu nachhaltigem Wohlstand
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Regionalgeld als Ergänzung zu den Leitwährungen
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Rezension bezieht sich auf: Regionalwährungen: Neue Wege zu nachhaltigem Wohlstand (Gebundene Ausgabe) Dies ist ein Buch, das zur freudvollen Pflichtlektüre aller Menschen gehört, die sich mit dem Thema lokaler und regionaler Entwicklung beschäftigen wollen oder müssen. Und es sollte auch zum festen Bibliotheks-Bestandteil jeder Sparkassen- und Genossenschaftsbank gehören, die sich im eigenen Interesse mit neuen Ansätzen der lokalen und regionalen (Wirtschafts-)Entwicklung beschäftigt. Interessant ist, dass bereits eine deutsche Sparkasse intensiv an der Einführung einer Regionalwährung mitarbeitet und es ist sicher kein Zufall, dass es eine in Ostdeutschland ist. Im dortigen Vorstand hat man seit geraumer Zeit zu Recht erkannt, dass all die Heilsversprechen von freier Marktwirtschaft, Minimallöhnen und Deregulierung keine Garantie für eine florierende Wirtschaft oder wenigstens die Erhaltung von Arbeitsplätzen darstellen. Ja, Sie haben richtig gelesen. Die beiden fest auf dem Boden dieser Welt stehenden Autoren empfehlen die Einführung von "Regionalem Geld" als Ergänzung zu Dollar, Euro, Yen usw. und dies vor allem auch in Deutschland und der EU. Und sie tun dies aus guten Gründen und aus berufenem Mund, und dazu gut lesbar, auch für Menschen, die sich noch nicht oder nur wenig mit unserem Geldsystem beschäftigt haben. Margrit Kennedy und Bernhard Lietaer zeigen anhand einer Vielzahl positiver Beispiele, auch aus der jüngeren Geschichte, dass "regionales Geld" im Sinne eines lokal begrenzten Tauschmittels einen wirksamen Beitrag zur positiven Entwicklung einer Region leisten kann - und es auch über viele Jahrhunderte auch bei uns in Europa getan hat. Dabei reden die Autoren zurecht von einer "Ergänzungs-Konzept", das regionale Wertschöpfung mittelfristig erhöhen kann, wohlwissend dass es eine regionale vollständige Autonomie im Zeitalter der Globalisierung nicht (mehr) geben wird. Informativ und spannend belegt dieses Buch auch, dass insbesondere in Japan mit Regierungsunterstützung seit etwa Mitte 1990 intensiv an verschiedenen Formen lokaler und regionaler Währungs- und Tauschsysteme gearbeitet und geforscht wird. Dabei werden Systeme konzipiert und getestet, die für so unterschiedliche Herausforderungen wie Alterssicherung, regionale Kultur, Wirtschaft, Beschäftigungspolitik bestmögliche Lösungen versprechen. Gleichzeitig lassen sie jedoch keinen Zweifel darüber aufkommen, dass die Einführung eines regionalen Komplementärwährungs-Systems einer sehr gründlichen Vorbereitung bedarf, damit es genügend Resonanz und Beteiligung in der Region findet und mittelfristig auch die angestrebten Ziele erreicht.
Peter Bauer
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Eine Rezension von Ein Kunde
vom 12. Januar 2005 | | |
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